Behinderung & Hund ? Warum nicht ? - Erfahrungsaustausch Allgemein - Treuepfoten

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meckisteam

Anfänger

  • »meckisteam« ist männlich
  • »meckisteam« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 15

Wohnort: Köln

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1

Dienstag, 8. Mai 2007, 17:07

Behinderung & Hund ? Warum nicht ?

Hallo Leute,


mit diesem Beitrag möchte ich Menschen mit körperlicher Behinderung Mut machen über einen Hund nachzudenken. Im Prinzip spricht ja viel für einen Hund.
  1. man ist nicht mehr alleine
  2. man hat endlich einen Grund öfter mal raus zu gehen
  3. man lernt sehr schnell viele Leute kennen wenn der Hund (so wie unserer) freundlich auf jeden zu geht.
  4. u.U. kann man den Hund sogar für Hilfeleistungen (Aufheben von Gegenständen o.ä.) ausbilden.
    [/list=a]

    Leider gibt es immer wieder Leute die einen Haufen Einwände haben. Aber wie viele Argumente sind denn wirklich stichhaltig ? Klar, man muss eben mehrmals am Tag mit dem Hund raus. Aber ist das nicht viel eher ein Vorteil als ein Nachteil ?


    Ich möchte hier mal als Beispiel schildern wie es bei uns aussieht :

    Meine Frau sitzt (nach einem Schlaganfall 1997) im Rollstuhl wenn sie sich außerhalb der Wohnung bewegt. Innerhalb der Wohnung kann sie sich mit starken Einschränkungen zu Fuß bewegen. Dazu kommt das Nicole nur die rechte Hand nutzen kann, die Linke verweigert komplett die Arbeit.

    Wir haben uns die Entscheidung "Pro Hund" nicht leicht gemacht. Gut 12 Monate lang haben wir hin und her überlegt. Übrig blieb eine Einschränkung : der Hund durfte nicht zu groß sein. Ein großer Hund der Nicole anspringt während sie zu Fuß unterwegs ist wäre bei ihrem schwachen Gleichgewicht eine echte Gefahr. Dazu kommt das der Hund an der Straße von Nicole nicht geführt werden kann und deshalb auf dem Rolli mitfahren sollte.

    Ein oder zwei Versuche haben schnell gezeigt das der Hund nicht ohne Hilfsmittel bei Nicole mitfahren kann. Es wäre einfach zu gefährlich. Für dieses Problem haben wir aber relativ schnell eine Lösung (klick mich, ich bin ein Link) gefunden. Es wurde eine Art "Beifahrersitz" für den Hund gebaut. Einsetzbar dürfte diese Lösung für Hunde bis 35 cm/7-8 kg sein.




    Bei einer Querschnittlähmung (beide Hände einsetzbar) sollte das führen eines Hundes an der Leine eigentlich noch machbar sein. Viele Rollstuhlfahrer binden sich die Leine um den Bauch. Hierzu würde ich allerdings eine Leine bevorzugen die einen "Panikverschluss" hat und so unter Zuglast geöffnet werden kann. Solche Verschlüsse bekommt man z.B. in Outdoor-Läden (Bergsteiger-Ausrüstung). Nur so wäre im Notfall (Unfall o.ä.) ein sicheres Öffnen der Leine möglich.


    Für wichtig würde ich halten das der Hund so traniert wird das er freundlich zu fremden Leuten ist. Starker Beschützer-Instinkt kann schnell zu einem großen Problem werden. Hier in Köln gab es einen Vorfall mit einem großen Hund : ein Rollstuhlfahrer war gestürzt. Der Hund wollte nun sein Herrchen beschützen und ließ niemanden an sein Herrchen ran. Es dauerte sehr lange bis man seinem Herrchen helfen konnte. Sowas darf natürlich nicht sein.



    Unser ganz privater Rückblick auf die letzten drei Monate (Tweety ist Ende Januar bei uns eingezogen) ist ausgesprochen positiv. Hund und Frauchen haben sich gut aneinander gewöhnt. Etwas Erziehung ist natürlich noch nötig. Aber das sollte kein großes Problem werden. Tweety ist recht lernwillig obwohl sie schon 2 1/2 Jahre alt war als sie zu uns kam.


    VG, Holger

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »meckisteam« (15. Mai 2007, 19:31)
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Shila

Administrator

  • »Shila« ist weiblich

Beiträge: 593

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Danksagungen: 0 / 1

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2

Dienstag, 8. Mai 2007, 17:35

Hi...

Also meine Meinung ist eh positiv zu einem Hund, wenn man eine Behinderung hat, allerdings sollte gewährleistet sein, das der Mensch, der eine Behinderung hat, in welcher Form auch immer, den Hund auch versorgen können, sollte dieser Mensch alleine leben...

Die Regelung bei euch meckisteam, mit der Box am Rollstuhl ist absolut klasse... Ich selber nehme meine kleine Shila (19 cm Schulterhöe, 2 Kg) immer in einem Korb mit, sollte es mal zum Flohmarkt gehen oder wie auch immer...
Sie springt alleine rein und wieder raus, aber eher bleibt sie drinn sitzen... *g*

Dennoch finde ich es klasse, das ihr es zumindest versucht habt und auch dabei geblieben seit, eure Tweety bringt eben auch ein Stück Lebensfreude im Alltag und wenn du mal nicht zu Hause bist, fühlt sich deine Frau nicht so alleine und hat etwas Beschäftigung :-)

Es gibt allerdings viele, die sagen, ich sitze im Rollstuhl und "es geht nicht"... Somit verurteilen sich diese Menschen selber damit, nutzlos und wertlos zu sein, ohne es überhaupt erstmal zu versuchen um dieses sagen zu können...

lg
Shila

sil

Fortgeschrittener

  • »sil« ist weiblich

Beiträge: 152

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3

Dienstag, 8. Mai 2007, 17:48

dabei ist es erwiesen, daß selbst ältere personen die auch noch im hohen alter einen hund haben und diesen mit ins altersheim nehmen durften fitter sind als gleichalte denen man die mitnahme des hundes ins altersheim verweigert hat, zumal diese dann widerum schneller bettlägerig werden und versterben. alles schon in usa ausgetestet und so langsam schwappt das ganze auch zu uns rüber mit den altersheimen die auch hundemitnahme erlauben. desweiteren ist auch bekannt daß auch bei psychischen geistigen behinderungen ein tier eine wohltat für denjeniegen sein kann. gerade geistig zurückgebliebene können sehr viel positives erfahren über einen hund, zumal dem egal ist wie derjeniege ist, hauptsachee r kuschelt mit ihm und merkt daß er geliebt wird( der hund!) --auge-knipsen
silvia und pointernase von denia-dogs-team

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4

Dienstag, 8. Mai 2007, 21:33

Ich glaube, dass ein Hund einem körperlich oder seelisch beeinträchtigtem Menschen sehr viel Halt und Hoffnung geben kann.

Aber wie Shila schon schrieb: Es soll gewährleistet sein, dass der Hund auch im alleine von diesem Menschen versorgt werden kann.

Die Idee mit dem Korb find ich übrigens genial --auge-knipsen


Nature_Tom

unregistriert

5

Sonntag, 13. Mai 2007, 00:59

RE: Behinderung & Hund ? Warum nicht ?

Ich kann sowas nur begrüßen!
Nicht nur das so ein Hund sehr viel Halt und Hoffnung geben kann, wie Stine schon richtig sagt.

Weltweit arbeiten viele Hunde mit ihren behinderten Partnern als Assistenzunde und erleichtern diesen das Leben ungemein.
Der Blindenhund ist ja auch schon legendär..

Der Begleithund ist weniger bekannt.
Ich würde jedem Kritiker raten, sich ordentlich zu informieren, was Partnerhunde so leisten können.
Da wird der Schlüssel vom Boden aufgehoben, das läutende Handy gebracht, beim Einkaufen geht der Hund rückwärts durch die Kassa um den Weg
für den Rollstuhl frei zu machen und um notfalls etwas aufzuheben... etc.

Das alles passiert ohne Druck und Zwang.
Die Hunde sind darauf trainiert, aus Freude am Spiel zu arbeiten.
Es wird besonders darauf geachtet, ruhige, wesensfeste, aufmerksame, geräuschunempfindliche Hunde auszuwählen.
Am Ende seiner Ausbildung wird der Hund auf seinen Partner geprägt.
Die Fähigkeiten werden möglichst nach den Bedürfnissen seines Besitzers antrainiert.
Ein umgefallener Rollstuhl würde bedeuten, das der Hund sich neben den Partner stellt um ein Aufrichten zu ermöglichen und
gleichzeitig meldet um die Umgebung aufmerksam zu machen.

Vereine wie z.B. Partner- Hunde Österreich betreuen beeinträchtigte Menschen und ihre Hunde auch noch nach der Ausbildung.
Da gibt alle möglichen Angebote die gebraucht werden, vom Futterdienst über Tierarzt mit Hausbesuch bis hin zur
Altersversorgung für den Hund und einer rechtzeitigen Ausbildung für seinen Nachfolger.

Ich persönlich empfinde es als Frechheit, einem Menschen mit körperlichen Defiziten pauschal das Recht abzusprechen,
einen Hund zu halten. Zu viele Leute setzen "Behindert" mit "Dumm" auf die gleiche Ebene.
Niemand wird einen Hund halten, der nicht zu seiner Umgebung passt, oder den er nicht versorgen kann.
Auch ihr habt euch ja die Entscheidung nicht so leicht gemacht.

Alleine seine Anwesenheit bringt sicher viel Licht in euer Leben und ich finde, das er in seiner Transportbox echt cool aussieht!


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