Ein Alptraum für einen Tierschützer ... - Geschichten - Treuepfoten

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cora

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1

Sonntag, 24. Mai 2015, 14:28

Ein Alptraum für einen Tierschützer ...

Hallo, Ich habe am Freitag, 15.5.2015, früh ein sehr schlimmes Erlebnis gehabt und möchte dies an Andere weitergeben.

Auf dem Weg zur Arbeit muss ich durch etliche kleine Ortschaften, unter anderem auch durch Abtsteinach. Ich biege dort innerhalb einer 30 kmh/Zone nach rechts ab in Richtung Löhrbach. Beim Fahren sehe ich aus dem Augenwinkel ein kleines Knäuel auf der Gegenfahrbahn. Ich weiß nicht, ist es ein Tier oder nicht. Also halte ich auf dem Gemeindeparkplatz an, um hinzugehen. Beim Aussteigen sehe ich, dass dieses Knäuel über die Straße hüpft, Autos fahren darüber hinweg. Das Knäuel hüpft weiter. Ich wende, halte auf einem Parkplatz an der Gegenseite, wo kurz zuvor noch dieses Knäuel war, inzwischen ist es aber schon wieder auf die Gegenseite der Fahrbahn gehüpft. Ich halte die Autos an, laufe gebückt hinter diesem Knäuel her, um es zu fangen. Finde dabei auf der Straße einen tot gefahrenen Spatz. Offensichtlich handelte es sich um ein Spatzenpaar, welches eine Familie gründen wollte und unvorsichtig war. Sie können die Autos nicht einschätzen, wie auch? Fliegen konnte das Knauel wohl auch nicht, sonst hätte es sich nicht ausschließlich hüpfend fortbewegt. Ein Tuch hatte ich nicht bei mir. Zeit, um etwas zu suchen, war auch nicht. Es war ohnehin ein Wunder, dass dieser 2. Spatz trotz fahrender Autos dazwischen weg und drunter durch hüpfte. Einige Male hatte ich befürchtet, dass der Luftdruck der über ihn fahrenden Autos ihn umbringt. Das geschah nicht. Das Knäuel hüpfte inzwischen auf dem Gehweg. Gleich habe ich es, dachte ich. Falsch! Ehe ich zupacken konnte, hüpfte es wieder auf und über die Straße. Ich hinterher. Am Straßenrand fiel es in eine Gosse - rechteckig mit Streben. Mit den Händen kam ich nicht zwischen die Streben, obwohl ich schmale Hände habe. Also versuchte ich, den Gossendeckel an- und wegzuheben. Das gelang. Der Vogel saß in einer Art Filter oder Auffangkorb mit Dreck und Abfällen von uns Menschen. Ich dachte: Gleich geschafft, gleich habe ich ihn. Zu meinem Entsetzen hüpfte dieser Spatz auf den Rand dieses Korbes/Filters und durch einen schmalen Spalt zwischen Korb und Gossenschacht. Ich nahm diesen Korb oder Filter raus aus der Gosse. Griff erneut nach dem Spatz, aber er hüpfte in das trockene Abflussrohr hinein. Ich war fassungslos. Ich war so nah an seiner Rettung und konnte ihn doch nicht greifen. Der Spatz war wohl noch froh, dass er mir entkommen ist. Dabei hat er sich dadurch selbst in einen langsamen, qualvollen Tod geflüchtet. Vielleicht wäre es in diesem Fall besser gewesen, dass er auch überfahren worden wäre, einen schnellen Tod hätte. Ich weiß nicht, wie lange er im Abflussrohr leiden muss. In meiner guten Absicht, dem Spatz das Leben zu retten, verlor er es durch mich, da er vor mir in seiner Panik flüchtete. Woher soll er auch wissen, dass es Menschen gibt, die helfen, retten, schützen wollen? Und das, nachdem sein Partner von einem "Menschen" in der 30 kmh-Zone überfahren und liegen gelassen worden war. Ich bat dann noch eine Angestellte der Sparkasse, den Bauhof zu informieren, ob diese Leute helfen können. Die Frau kam mit raus, hob auch mit mir den schweren Gossendeckel auf, aber umsonst. Der Spatz war nicht mehr zu sehen oder greifbar. Er geht in diesem Rohr langsam und grausam kaputt, obwohl Hilfe so nah war. Ich telefonierte nochmal mit der Frau von der Sparkasse, ob sie etwas erreicht hätte. Nein, sie hatte niemanden erreichen können. Der Wald-Michelbacher Bauhof, den ich selbst kurz vor Arbeitsschluss erreichte, sagte mir, dass er nicht zuständig sei, sondern die Gemeindeverwaltung Abtsteinach selbst. Diese aber ist wohl freitags geschlossen. Ich schilderte dem Mann, was geschehen war. Er sagte, wenn der Vogel in das Rohr gehüpft ist, hat er leider keine Chance. Er bedauerte dieses Geschehen. - Wenigstens etwas im Gegensatz zu dem Autofahrer, der nun diese 2 Spatzen - auch sie sind durch uns Menschen vom Aussterben bedroht - auf dem Gewissen hat. Vermutlich aber hat er gar kein Gewissen, sonst hätte er zumindest nach dem er über die Vögel gefahren ist, angehalten. Ich tat es ja auch. Auf dem Heimweg nahm ich den schweren Gossendeckel nochmal weg, auch den Filter/Korb in der Hoffnung, dass der Spatz in Richtung Licht wieder vor gekommen sein. Leider umsonst. Auch dieser Fall bestätigt die Notwendigkeit der telepathischen Kommunikation zwischen Menschen und Tieren. Ich beherrsche diese Kommunikationsart aber leider nicht, auch wenn ich von manchem tierlichen Gefährten schon Aussagen empfing. Es ist schlimm mit diesen 2 armen Spatzen. Wenn sie verliebt sind, sind sie besonders unvorsichtig.

Martina Gerlach
Solange Menschen denken dass Tiere nicht fühlen, fühlen Tiere dass Menschen nicht denken
Ich kann nicht alle Hunde dieser Welt retten, aber ich kann versuchen die Welt dieses Hundes retten


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