Und wenn wir gar nichts tun? - Mal lesen :((( - Stumme Schreie - Treuepfoten

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Sunnynelly59

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Sonntag, 26. Juni 2022, 00:30

Und wenn wir gar nichts tun? - Mal lesen :(((

Liebe Tierfreunde ,

ich habe nicht viel Zeit. Ich kann nicht lange an einem Ort bleiben, denn ich werde verfolgt.

Wenn ich mich zurückerinnere, an die 2020er-Jahre, wird mir schlecht. Nicht, weil die Zeit so schlimm war, sondern weil es jetzt noch viel schlimmer ist. Die 2020er-Jahre waren keine gute Zeit für die Tiere. Viele sind ausgebeutet worden, zu Produktionsmitteln herabgestuft worden. Aber wir hatten Hoffnung, wir haben Erfolge erzielt. Wir konnten jeden Tag spüren, dass eine bessere Welt für Tiere möglich ist. Und wir wussten, dass wir sie noch erleben werden. Aber wir lagen falsch. Wir lagen so falsch und diese Tatsache … mir wird schlecht.

In der Zeit habe ich als Undercover-Ermittler bei Animal Equality gearbeitet. Ich habe die schlimmsten Zustände in der landwirtschaftlichen Tierhaltung dokumentiert, damit immer mehr Menschen sehen können, wie die Lebensrealitäten der Tiere in Wahrheit aussehen. Ich war voller Tatendrang und wusste, dass meine Arbeit wichtig ist, weil sie etwas bewegt.

Wir haben damals gegen eine große und reiche, rücksichtslose Industrie gekämpft, die uns oft an den Rand der Verzweiflung gebracht hat. Aber wir haben auch in die Gesichter von Tieren sehen können, die dieser Industrie entkommen sind. Wir haben Unterstützung von vielen Menschen bekommen, wir waren nicht allein in unserem Kampf gegen die Ungerechtigkeit. Jetzt bin ich allein.

Im Laufe der 2020er-Jahre fing es an, dass die Tierhaltungsindustrie noch mehr Macht bekommen hat, noch mehr Geld zur Verfügung hatte. Und sie hat noch brutalere Methoden entwickelt, zu einem möglichst geringen Preis Tiere für sich nutzbar zu machen. Sie hat auch gelernt, sich noch besser abzuschirmen und uns, die Ermittler*innen, zu kriminalisieren.

Die Tierschutzorganisationen haben sich gewehrt, aber sie wurden immer weiter marginalisiert. Die Tierhaltungsindustrie hat ihnen mehr und mehr die Reichweite genommen, hat sie unsichtbar gemacht. Immer weniger Menschen haben die Organisationen unterstützt. Den Tierschutzorganisationen sind die Mittel ausgegangen. Sie hatten keine Chance mehr, gegen die mächtige Industrie anzukämpfen. Einige haben es weiter versucht und sind, wie ich, in den Untergrund gegangen. Haben weiter auf eigene Faust ermittelt, obwohl wir verfolgt werden, wie Kriminelle. Ich bin immer noch Undercover-Ermittler, aber Animal Equality und andere Tierschutzorganisationen gibt es nicht mehr.

Gerade noch, vor einigen Minuten, ist ein Hubschrauber über meinen Unterschlupf geflogen, mit Scheinwerfern. Der Sicherheitsdienst weiß, dass wir uns in der Nähe der Fabriken aufhalten, um im Schutz der Nacht in die Hochsicherheitstrakte einzudringen und Aufnahmen zu machen. Wir dürfen nicht aufhören, zu versuchen, den Menschen die Augen zu öffnen. Sonst verlieren wir unsere Menschlichkeit. So wie die Industrie, die diese Fabriken betreibt, schon lange jedes Mitgefühl für lebende Wesen verloren hat.

Die Fabriken sind kein Vergleich zu den Tierhaltungsbetrieben der 2020er-Jahre. Waren dort schon Tausende Tiere zusammengepfercht, sind es jetzt Millionen. Die Fabriken sehen alle gleich aus. Es sind Hochhäuser. Stockwerk über Stockwerk über Stockwerk. Käfig an Käfig an Käfig. Hunderte Meter hoch. Diese Fabriken sind kreisförmig eingezäunt, mit einem Radius von etwa einem Kilometer. Im ersten Teil dieses Geländes, ganz nah an den Hochhäusern, werden die Ausscheidungen der Tiere, die aus Rohren von den Etagen in große Container fließen, zu Biogas umgewandelt. Durch die tausenden Rohre an den Hochhäusern sehen sie aus der Ferne aus wie Lebewesen von einem fremden Planeten.

Der Rest des Geländes ist eine Art Pufferzone, der Gestank der Anlagen ist unbeschreiblich. Es ist lebensgefährlich, den Anlagen zu nahezukommen. Wenn wir in die Gelände eindringen und auf die Anlagen zu kommen, tragen wir Gasmasken und Ganzkörperanzüge. Unsere Augen, unsere Haut würde die Belastung sonst nicht ertragen. Die Anlagen selbst sind bis auf die Rohre und wenige Türen hermetisch abgeriegelt, innen wird die Luft gefiltert, damit die Tiere nicht sterben, bevor sie „ausgewachsen“ sind.

Oft grenzen vier solche Hochhausanlagen aneinander und bilden einen großen Komplex, abgelegen von den dicht besiedelten Städten mit Millionen von Menschen. Diese großen Komplexe sind von einer weiteren Pufferzone umgeben, wieder eingezäunt. Dort sind auch die Sicherheitsdienste positioniert, die Scheinwerfer, die kleinen mobilen Helikopter, wie der, vor dem ich mich gerade verstecken musste. Sie patrouillieren Tag und Nacht. Niemand darf in die Anlagen. Behördliche Kontrollen gibt es seit Jahrzehnten nicht mehr.

Jeden Tag frage ich mich, wie das passieren konnte. Wir waren doch Schritt für Schritt vorangekommen. Wir hatten mehr und mehr Mitgefühl entwickelt. Wir hatten so viel über die Tiere gelernt, ihre Fähigkeiten, ihr Verhalten, ihre Bedürfnisse. Es wurde doch immer schwerer, sie als Mittel zu sehen. Wir waren doch kurz davor, zu lernen, sie zu sehen, wie sie sind. Als Wesen mit einem eigenen Leben. Als selbstbestimmte Individuen.

Doch die Industrie war zu mächtig geworden. Sie hat es geschafft, fast alle kritischen Stimmen zum Schweigen zu bringen. Diesmal hat Goliath den Kampf gewonnen.

Jetzt muss ich erst einmal durchatmen.

Diese Horrorvision hat mich auch ganz schön mitgenommen. Glücklicherweise ist sie nicht echt. Und trotzdem leiden jetzt gerade Milliarden von Tieren auf der Welt unter der landwirtschaftlichen Tierhaltungsindustrie. Jedes Jahr werden über 70 Milliarden Landtiere zur Nahrungsproduktion getötet. Es ist unvorstellbar, deshalb eine Veranschaulichung: 70 Milliarden Sekunden sind ungefähr 2220 Jahre. Dazu kommen mindestens 1 Billion Meerestiere. Das entspricht 31.710 Jahren.

Für diese Tiere ist die Horrorvision nicht weit entfernt. Für diese Tiere bedeutet leben leiden. Wir müssen jetzt etwas für sie tun! Denn noch ein Aspekt der Horrorvision ähnelt der Realität: Es handelt sich hier wirklich um einen Kampf wie David gegen Goliath. Die Tierhaltungsindustrie hat sehr viel Geld zur Verfügung. Geld für Werbung, Geld für Kampagnen, Geld für fragwürdige Studien zum vermeintlichen Tierwohl in ihren Anlagen.

Ich bin ehrlich: Sie hat sehr viel mehr Geld zur Verfügung als wir. Die fleischproduzierende Industrie in Deutschland hat allein im Jahr 2017 81,9 Millionen für Werbung für Fleisch ausgegeben. Dem gegenüber hatte Animal Equality Deutschland im gleichen Zeitraum Werbeausgaben von knapp 88.000 Tausend Euro. Im übertragenen Sinne wiegt die Tierhaltungsindustrie also 100 Kilogramm, während wir nur 100 Gramm auf die Waage bringen.

Trotz dieses Ungleichgewichts hören wir nicht auf, uns jeden Tag für die Tiere einzusetzen. Nicht nur, damit die Horrorvision nicht Wahrheit wird, sondern damit sich die Lebensrealitäten für die Tiere in der Landwirtschaft JETZT verbessern. Dafür brauchen wir jede Unterstützung. Mit jedem Euro können wir die Leben von 39 Tieren beeinflussen.

Es macht also wirklich jeder einzelne Euro einen großen Unterschied. Jeder einzelnen Euro verleiht uns und damit den Stimmen der Tiere mehr Gewicht und bringt uns und dich unserer gemeinsamen Vision einen Schritt näher: einer Welt, in der alle Tiere respektiert und geschützt sind. Ich würde mich also wirklich sehr freuen, wenn du uns mit einer Spende unterstützen könntest, Ingrid. Denn jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt. Noch bis zum 30.06. wird jede Spende von einem großzügigen Unterstützer verdoppelt. Du kannst also mit einer Spende den Tieren jetzt sogar doppelt helfen.

UNTERSTÜTZE UNS MIT EINER SPENDE

Wir bleiben fest entschlossen, die Zukunft für alle Tiere positiv zu gestalten. Auch du hast es in der Hand. Ich weiß, dass du auf der richtigen Seite stehst. Und dafür danke ich dir.


Mit hoffnungsvollem Blick in die Zukunft
Marco

PS: Ohne Gegengewicht werden Tiere in der Landwirtschaft immer und immer wieder zu Produktionsmitteln abgewertet.
Wir sind das Gegengewicht. Wir schaffen eine Welt, in der alle Tiere respektiert und geschützt sind.
Bitte unterstütze uns dabei mit einer Spende. Bis zum 30.06. zählt jede Spende doppelt.


Animal Equality Germany e.V.
Gounodstraße 1-3
13088 Berlin
Telefon: (+49) - (0)30 92142075
Email: info@animalequality.de
„Der Grund, weshalb ich mich entschieden habe, Tieren zu helfen, ist der, dass es zu viele Menschen gibt, die sich entschieden haben, sie zu quälen und zu töten ...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sunnynelly59« (26. Juni 2022, 00:32)


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